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Ferientermine:

Sonntag, 05.09.2010 / 04.38 Uhr

Salvator-Schule

Die nächsten Termine:

Dienstag 07.09.2010
Klassenpflegschaft 2.Schuljahr Klasse 2b
19.30 Uhr
Mittwoch 08.09.2010
Klassenpflegschaft 2.Schuljahr Klasse 2a
19.30 Uhr
Donnerstag 09.09.2010
Klassenpflegschaft 1.Schuljahr Klasse 1a
19.00 Uhr
Montag 13.09.2010
Ückerather Kirmes
Schulschluss um 10.45 Uhr
Dienstag 14.09.2010
Klassenpflegschaft 1.Schuljahr Klasse 1b
19.30 Uhr

Die "Salvatoris": Für unsre Pänz - aus Spaß an d'r Freud

Mitte der 90er Jahre trafen sich ein paar interessierte Nievenheimer Eltern in einem Wohnzimmer, um eine Idee umzusetzen: Das Projekt hieß: "Schule von acht bis eins" und wurde mit Mitteln des Landes und der Stadt Dormagen unterstützt. Die Idee war, einen Zeitraum abzudecken, in dem Schülerinnen und Schüler der Salvator-Grundschule außerhalb des Unterrichts betreut werden. Das Ziel war, vor allem Müttern die Möglichkeit einzuräumen, halbtags zu arbeiten und dabei ihre Kinder in guten Händen zu wissen. Sie gründeten einen Verein, den "Verein der Salvatoris", der die Trägerschaft übernahm. Schnell waren die ersten Betreuerinnen gefunden. Eine Frau der ersten Stunde ist Hannelore Feckler, die amtierende Nievenheimer Karnevalsprinzessin, die über lange Jahre die pädagogische Leitung der Einrichtung inne hatte. Die Rolle des Arbeitgebers fiel dem ersten Vorstand noch recht schwer, da es sich ausschließlich um Laien handelte, die sich durch den Dschungel des Sozialversicherungs- und Steuerrechts kämpfen mussten und nach Feierabend über Arbeitsverträge, Urlaubsansprüche und Krankenscheine diskutierten. Die erste Gruppe von 25 Kindern war in einem Keller der Salvator-Grundschule untergebracht, der seinem Namen alle Ehre machte: ausgebaut nach Heimwerkerart im Stil eines Partykellers der 70er Jahre, mit Kellerfenstern und Mäusegittern.

Die Kinder wurden mehr, die Zahl der Betreuerinnen stieg an, aber irgendwann überstieg die Zahl der Anmeldungen die Kapazitäten. Ein Schreiben an die Stadt Dormagen und es war überraschend schnell soweit: weitere Keller wurden ausgeräumt und aus muffigen und beengten Räumen wurden durch Abböschung helle und lichte Souterrainzimmer mit großen Fenstern, aber für inzwischen 100 Kinder.

Die Verantwortlichen um Hubert Vitt, der seit der Gründung dem Verein vorsteht, waren's zufrieden und freuten sich auf eine entspannte Vorstandstätigkeit. Aber weit gefehlt: "Ich muss aber mein Kind schon um viertel vor acht zur Schule bringen". "Ich komme selten vor halb zwei aus Köln zurück". "Viertel vor acht, dann bin ich ja erst um halb neun in Düsseldorf". Kurz und gut: die Betreuung wurde erweitert von halb acht bis zwei und das ohne Mehrkosten für die Eltern.

Nachdem nun alle Bedürfnisse gedeckt waren, kam die nächste Innovation von der Landesregierung: die Offene Ganztagsgrundschule. Zuerst ein Schreckgespenst für den Verein und die meisten der Eltern. Es gabe Elternabende mit dem Vorstand und in Anwesenheit der Leiterin der Schulverwaltung, Ellen Schönen-Hütten und des Schulleiters Horst Baumann. Es gab Einzelgespräche, Präsentationen, Ideenfindungsabende, Vorstellungen beim Tag der Offenen Tür, es gab Zweifler, Ideengeber, Befürworter, aber eines war allen gemeinsam: Es waren Nievenheimerinnen und Nievenheimer, die sich Gedanken um unsere Kinder machten.

Im Sommer 2007 begann der Ganztagsbetrieb mit den üblichen Baustellen, Startschwierigkeiten und anderen Hindernissen, aber all das ist vergessen. "Wir schreiben eine Erfolgsstory", freut sich Schulleiter Horst Baumann: "Eine helle und moderne Mensa mit zufriedenen Kinder und zwei Frauen, die so gut kochen, dass auch schon mal die ein oder andere Lehrerin mit am Tisch sitzt. Ein Team aus pädagogischen Fachkräften und Betreuerinnen unter der Leitung von Maria Lukac, helfende Eltern und Honorarkräfte in den Arbeitsgemeinschaften wie Ringen, Werken, Sport, Theater, Computer, Kunst, Gärtnern und vielem anderen".

Marlene Dohmann, Ineke Hogenelst und Hubert Vitt arbeiten als Team und haben offensichtlich viel Freude daran. Kassiererin Ineke Hogenelst hat seit Jahren kein Kind mehr in der Betreuung und die Kinder des Vorsitzenden Hubert Vitt haben die Betreuung nie genutzt. Aber alle sind sich einig: "Was tut man nicht alles für die schönste Grundschule in Dormagen"?